2021

Ausblick

2021 wollen wir damit beginnen, postmigrantische Räume für intergenerationale Kommunikation zu öffnen. Räume für Austausch und Gespräche auf personeller Ebene, auf der Ebene von Organisationen und auf der Ebene gesellschaftlicher Diskurse. Räume für das Hören und Weitererzählen der Perspektiven und Erinnerungen mehrerer Generationen von Migrant:innen und BIPoC seit den 1960er Jahren. Wir wollen die Erfahrungen, Erzählungen und Bewegungserinnerungen von Migrant:innen und BIPoC über Generationen hinweg zusammentragen, Anknüpfungspunkte und Wiedererkennungsmomente identifizieren und dieses wertvolle Wissen dokumentieren und verbreiten. Es ist ein noch viel zu unbekannter Teil der deutschen Geschichte, reich an Chancen für eine postmigrantisch gestaltete Zukunft.

Zukunftswerkstatt von MDR und Migrant:innenselbstorganisationen

Für mehr Diversität im Programm und im Unternehmen wollen Vertreter:innen von Migrant:innenorganisationen und des MDRs erstmals in einer Zukunftswerkstatt zusammenkommen.

Die Bevölkerung Mitteldeutschlands wird seit Jahren diverser. Dass Nachbar:innen, Schulkamerad:innen, Kolleg:innen und Freund:innen Jamila, Trong, Basir, Shira oder Annayanci heißen, ist gesellschaftliche Realität. Der Klang verschiedener Sprachen, Akzente und Dialekte gehört ebenso wie Sächsisch zum öffentlichen Raum und zum Alltag im MDR Sendegebiet.

In der Zukunftswerkstatt begegnen sich der MDR und Migrant:innendachorganisationen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und beginnen mit einem gemeinsam gestalteten Wandel. Im Austausch wollen die Beteiligten langfristig das im Rundfunk-Staatsvertrag formulierte Ziel, „die Vielfalt Ihrer Regionen, Kultur und Sprache […] in den Angeboten angemessen zu berücksichtigen“, realisieren.

Im November 2020 fand im Rahmen der mikopa Konferenz bereits ein Austausch von Medienschaffenden des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, Wissenschaftler:innen und engagierten Bürger:innen statt. Dieser wird nun in der Zukunftswerkstatt fortgeführt und weiter konkretisiert.